Christa Wolf

Krieg und Flucht als biografische Schlüsselerfahrung prägen das Selbstverständnis der 1929 in Landsberg an der Warthe (heute Gorzów Wielkopolski/Polen) geborenen Autorin. In Prosa, Tagebuch und Essayistik, aber auch in Nachrufen und in 15 000 im Berliner Archiv der Akademie der Künste gesicherten Briefen gibt sich die verantwortliche Zeitgenossin und engagierte Intellektuelle, die verständnisvolle vertraute und kämpferische Mentorin, die Gastgeberin diverser Freundes- und Gesprächskreise, die beteiligte Alltagsdokumentaristin zu erkennen.

Christa Wolfs

Foto: Helga Paris

Biographie

Bücher von Christa Wolf

Hier finden Sie die Bücher von Christa Wolf mit
Coverbildern und Klappentexten

Christa Wolf in Medien

Christa Wolf im Gepräch mit Günter Gaus (1993)

Kassandra

August

Stadt der Engel

Archiv der AdK

Die Einrichtung des Christa-Wolf-Archivs an der Akademie der Künste Berlin, geht auf das Jahr 1994 zurück. Auf der Basis eines Depositalvertrages übergab die Schriftstellerin  danach sukzessive Werkmanuskripte, Arbeitsunterlagen, Schriftwechsel und Sekundärmaterialien.Zu den ersten Archivalien gehörten die Komplexe zu abgeschlossenen Arbeiten, wie „Der geteilte Himmel“, „Nachdenken über Christa T.“, „Kindheitsmuster“, „Kein Ort. Nirgends“ und „Kassandra“. Die Konvolute wurden in der vorgefundenen Ordnung aufgelistet und nur nach persönlicher Genehmigung Christa Wolfs Forschenden zugänglich gemacht.

Im Jahr 2001 erwarb die Akademie das Archiv von Christa Wolf in großer Vollständigkeit. Es gehörten dazu auch die Tagebücher und Kalender, private Korrespondenzen, Leserbriefe, Verträge, Sammlungen sowie ein Teil der Bibliothek, darunter Erstausgaben, Übersetzungen und Sekundärliteratur.

Die Akademie widmete der Autorin 2003 anlässlich ihres 75. Geburtstages eine große Ausstellung, in der das Archiv präsentiert wurde.

Nach dem Tode Christa Wolfs im Jahr 2011 wurden durch die Familie umfangreiche weitere Materialien ins Archiv übergeben, insbesondere Unterlagen zum Spätwerk, vor allem zu „Stadt der Engel“, nachgetragene Dokumente aus den früheren Jahrzehnten, darunter die Manuskripte zu „Medea“ sowie die umfangreiche Essayistik, und audiovisuelle Dokumente. Der letzte, das Gesamtarchiv Christa Wolfs abschließende Erwerb durch die Akademie fand schließlich im Jahr 2016 statt. Nunmehr umfasst das Christa-Wolf-Archiv ca. 45 lfm. Schriftgut  sowie ca. 1000 Bücher.

Ergänzt wird das Archiv durch Zugänge aus fremden Provenienzen, so etwa durch die Sammlung der Rezensionen aus dem Luchterhand Verlag bis zum Jahr 2004 und Übergaben aus privater Hand.

Nach Umfang und Gehalt stellt das Christa-Wolf-Archiv eine der wichtigsten und bemerkenswertesten Quellen für die jüngere deutsche Literaturgeschichte dar.

Christa Wolf im Literaturarchiv der AdK Berlin

Die Stellvertretende Direktorin der AdK Berlin und  Leiterin des Literaturarchivs, Sabine Wolf (nicht verwandt mit Fam. Wolf), ist u.a. Herausgeberin des 2016 im Suhrkamp Verlag erschienenen Buches Man steht sehr bequem zwischen allen Fronten. Christa Wolf Briefe 1952-2011. 

Christa-und-Gerhard-Wolf-Kunststiftung

Am 6. Juli 2020 wurde in der Stiftung Stadtmuseum Berlin eine Kunststiftung gegründet, die rund 50 Kunstwerke aus dem privaten Besitz von Christa und Gerard Wolf umfassen.

Diese Werke sind Zeichen einer lebenslangen Beziehung, die Christa Wolf zusammen mit Ihrem Mann Gerhard Wolf zu Künstlern pflegte.

Pressemitteilung der Stiftung Stadtmuseum Berlin

Seite des Stadtmuseums Berlin (Juli 2020) 

Harald Metzkes: Kollwitzplatz, 1971 © Harald Metzkes / Stadtmuseum Berlin
Kollwitzplatz 1971, Harald Metzkes (c/o Stadtmuseum Berlin)

Links

Christa Wolf beim Suhrkamp Verlag
Christa Wolf beim Kiepenheuer Bühnenvertrieb
Christa Wolf-Archiv in der Akademie der Künste
Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten (ALG)

Audio-Verlag

Internationale Verlage und  ÜbersetzerInnen

Film-Information