Ausstellung

  • Studentinnen arbeiten gemeinsam mit Birgit Dahlke in den Räumen der Arbeits- und Forschungsstelle Christa und Gerhard Wolf an der Bannerausstellung.
  • Um die Praktikabilität und Wirkung der Ideen zu testen, erstellen die Studentinnen per Hand erste Entwürfe.
  • Geschäftiges Recherchieren, während im Nebenraum die visuelle Umsetzung der Inhalte und Konzepte erfolgt.
  • In Zusammenarbeit mit Grafiker Martin Hoffmann nehmen die Banner Form an - zunächst am Computer, bald auch gedruckt.
  • Was sieht gut aus? Was macht Sinn? Was bietet Mehrwert und was fordert zum Betrachten und Nachdenken heraus? Am Computer sieht letztlich alles nochmal anders aus.
  • Nach einem dreitägigen Workshop im Herbst 2018 an der Humboldt-Universität zu Berlin sind die ersten Banner fast fertig.

„neu Christa Wolf lesen“ – eine AUSSTELLUNG

Anläßlich des 90. Geburtstages von Christa Wolf am 18. März 2019 präsentierten eine Gruppe von Studentinnen und Studenten zusammen mit der Literaturwissenschaftlerin Birgit Dahlke und dem Grafiker Martin Hoffmann erstmals in Berlin ihre ungewöhnliche Ausstellung zum literarischen und filmischen WERK Christa Wolfs: „neu Christa Wolf lesen“.

(Einige an der Ausstellung Beteiligte am 18. März 2019 im Literaturhaus Berlin, Fasanenstraße 23 vor den Ausstellungsbannern. Von li.n.re.:Martin Hoffmann, Marina Brafa, Katharina Hackl, Birgit Dahlke, Dirk Fordtran, Victoria Lückemann, Emma Charlott Ulrich, Gesche Beyer. Foto: Jan Fischer)

Wie liest man Christa Wolf heute? Welche Überraschungen bergen ihre weltbekannten Erzählungen, Romane, Essays, Vorträge und Briefe auch für unsere Zeit, für die nächsten Generationen?

15 StudentInnen der Fächer Neuere deutsche Literatur und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin stellten sich im Laufe eines Jahres dieser Frage und erkundeten Christa Wolfs Texte aus ihrem Blickwinkel.

Im Ergebnis entstand eine ungewöhnliche Ausstellung auf 14 mobilen Bannern, die überraschende Perspektiven präsentiert. Hier wurde Text zum Bild. Christa Wolfs Sprache begegnet man in grafisch überraschender Form.
Werkbezogene Banner beispielsweise widmen sich Kassandra und Medea und der dazu entstandenen Kunst. Thematische Banner fragen nach Wolfs Beziehung zum sowjetischen Osten, nach Wolf als Leserin, Brief -und Tagebuchschreiberin und nach ihrer Sicht auf die Emanzipation der Frau. Sie stöbern wild auf den Seiten 90 in verschiedensten Büchern, sehen sich sehr genau die jeweils ersten Sätze in einem Text an und stoßen dabei auf Schlüsselwörter und für die Autorin zentrale Themen.
Auf allen Bannern werden Sätze von bezaubernder Schönheit und bewegender Verbindlichkeit in überschaubarer Form freigelegt.
>> INHALT & FORM

„neu Christa Wolf lesen“ genügt nicht nur einem hohen inhaltlichen und künstlerischem Anspruch, sondern ist auch flexibel handhabbar. Die Ausstellung lädt unterschiedliche Interessengruppen an verschiedenen Orten zur Begegnung mit Christa Wolf ein.
>> VERLEIH/ BESTELLUNG
>> VERANSTALTUNGEN

Gute Ideen brauchen auch geeignete Mittel zur Umsetzung. Ein großer Dank den Förderern:
Christa Wolf Gesellschaft e.V.
Arbeitsgemeinschaft literarischer Gesellschaften
DEFA-Stiftung
Suhrkamp Verlag
Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin 

Ein großer Dank den StudentInnen, die neben dem Studium ihre Energie und Zeit für das Entstehen der Ausstellung zur Verfügung stellten und die ggf. künftig (wenn zeitlich und finanziell machbar), einzelne begleitende Ausstellungsveranstaltungen als Gesprächspartner unterstützen.

Ausstellungsimpressum
Idee: Martin Hoffmann (Grafiker), Katrin Wolf (CWG e.V.)
Redaktion/Leitung: Birgit Dahlke (Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf an der HU Berlin)
Gestaltung: Martin Hoffmann (Grafiker)
Mitarbeit: Dr. Anne Peiter (Université La Réunion), Manuel Selling (HU Berlin) und die Studierenden an der HU Berlin: Leonore Bartsch, Gesche Beyer, Marina Brafa, Ronja Dierks, Serah Ebcinoglu, Dirk Fordtran, Elisa Gabelli, Katharina Hackl, Daria Kolesova, Charlotte Kramer, Victoria Lückemann, Louisa Posovatz, Valentin Nikolaus Schettler, Emma Charlott Ulrich, Leonie Wieschollek.