Nachlese zu „Begegnungen mit Christa Wolf“: Gerhard Wolf und Maria Müller-Sommer im Gespräch

Die Wolfs und MAria Müller-Sommer verbindet seit gut 40 Jahren eine deutsch-deutsche Freundschaft (Foto: Jan Fischer)

Die Wolfs und Maria Müller-Sommer verbindet seit 40 Jahren eine (Denk-) Grenzen und Mauern überschreitende Freundschaft (Foto: Jan Fischer)

Im Literaturforum im Brecht-Haus beschrieben Gerhard Wolf und Maria Müller-Sommer, Verlagsleiterin des Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs und ab den 1970er Jahren enge Freundin des Ehepaars Wolf in Westberlin, die Umstände ihrer Begegnung miteinander und die Hintergründe einer lebenslangen Freundschaft. (Seit Ende der 1970er Jahre vertritt Kiepenheuer Bühnenvertrieb weltweit die Medienrechte am Werk Christa Wolfs.)

Gerhard Wolf griff dabei auf eine Laudatio zurück, die er auf Maria Sommer gehalten hatte, als diese 2012 mit der Rahel-Varnhagen-von Ense-Medaille geehrt worden war: Theater als Herzenssache. Sommer wiederum las einen sehr persönlichen Brief anlässlich des 80. Geburtstags von Christa Wolf vor. Nicht nur ein deutsch-deutsches Freundschaftsnetz wurde so erkennbar, sondern ein Chor verschiedener Stimmen, der Leben und Wirken Christa Wolfs lebendig werden ließ.

Er wurde im zweiten Teil des Abends durch das Anhören der von Maria Sommer angeregten, einstündigen Hörspielinszenierung des Prosatexts Kein Ort. Nirgends noch erweitert (Text bearbeitet von Gerhard Wolf, Regie: Ernst Wendt, beeindruckend gesprochen von Barbara Freier und Markus Boysen/ 1982 zuerst gesendet vom Westdeutschen Rundfunk und Süddeutschen Rundfunk): Christa Wolfs Kleist und Christa Wolfs Günderrode fügten sich in die Vielstimmigkeit ein. Das zahlreich erschienene Publikum wurde Zeuge nicht nur des angekündigten Gesprächs über Christa Wolf als vielmehr eines Gesprächs mit Christa Wolf.

Text: Jan Fischer und Birgit Dahlke