Arbeits- und Forschungsstelle Privatbibliothek Christa und Gerhard Wolf

Arbeitsstelle Christa und Gerhard Wolf
am Institut für deutsche Literatur der Philosophischen Fakultät II der Humboldt-Universität zu Berlin, Dorotheenstr. 24, Raum 3.509 und 3.544

Aktuelle Entwicklungen der Arbeitsstelle fnden Sie >> hier

Ausgangspunkt der am 1. April 2016 gegründeten Arbeitsstelle ist die am 3. September 2015 erfolgte Schenkung der wertvollen und umfangreichen Privatbibliothek von Christa und Gerhard Wolf an die Humboldt-Universität. Die großzügige Schenkung verstehen wir als Verpflichtung, das Werk der Schriftstellerin Christa Wolf und des Verlegers, Herausgebers und Essayisten Gerhard Wolf lebendig zu halten und die Auseinandersetzung mit ihren Texten und ihrem öffentlichen Wirken weiterzuführen. Die Arbeitsstelle initiiert Forschung, bündelt Lehrangebote und kooperiert insbesondere in ihrer Öffentlichkeitsarbeit mit der 2014 gegründeten Christa Wolf Gesellschaft.

Wie im Falle der am Institut bereits seit 2000 verankerten und als Heiner Müller Archiv/ Transitraum philologisch-editorisch genutzten Privatbibliothek Heiner Müllers handelt es sich bei der ca. 330 Regalmeter Bücher und Zeitschriften umfassenden Arbeitsbibliothek der Wolfs um eine autobiographisch und zeithistorisch bedeutende Sammlung. Mit ihr wird nicht nur ein Dokument der intellektuellen Biographie zweier Autoren des 20. Jahrhunderts öffentlich zugänglich, sondern auch das Erbe zweier Philologen mit Bezug zur Universität. Ziel der Arbeitsstelle ist es, das Werk von Christa und Gerhard Wolf lebendig zu halten, die Auseinandersetzung mit deren Texten, mit ihren Mentorschaften, deutsch-deutschen und internationalen Beziehungen und ihrem öffentlichem Wirken weiterzuführen und vor allem auch – gerade unter jüngeren Leuten – anzuregen. Darüber hinaus soll die Arbeitsstelle im Umfeld der Wolf-Bibliothek zur Plattform von über das Werk Wolfs hinausgehenden Forschungen zur Literatur im geteilten Deutschland werden.

Zu den Aktivitäten der Arbeitsstelle gehören neben Seminaren mit Bezug auf das Werk der Wolfs seit Januar 2015 monatliche Workshops und öffentliche Veranstaltungen der studentischen Arbeitsgruppe „Christa Wolf Andernorts“ mit dem Onlineauftritt „Christa Wolfs Berlin“ auf einem eigenen Blog (http://christawolfberlin).

Der Aufbau des Netzwerks „Literatur im geteilten Deutschland“ von internationalen Nachwuchs-wissenschaftler_innen mit einem ständigen Sommerkolloquium u.v.m. ist bereits fortgeschritten. Auftakttreffen war am 15. Juli 2016. Der nächste Workshop findet am 13. und 14. Juli 2017 statt. Koordinatorinnen sind Anke Jaspers, Humoldt-Universität Berlin (ankejaspers@gmail.com), und Kathrin Sandhöfer, Universität Freiburg. Weitere Informationen zum Netzwerk und zu aktuellen öffentlichen Veranstaltungen der studentischen AG finden Sie >> hier.

Eine weitere Dimension der internationalen Arbeit besteht im Aufbau von langfristigen wissenschaftlichen Kooperationsbeziehungen. Nach der Realisierung eines eigenen Panels der Christa Wolf Gesellschaft (mit Julia Hell, University of Michigan) auf der Jahrestagung der German Studies Association (GSA) in Washington DC im Oktober 2015 verantwortete ich im September 2016 in Kooperation mit Georgina Paul (St Hilda’s College, Oxford) ein Christa-Wolf-Panel auf der Jahrestagung der britischen German Studies (AGS) in Newcastle.

Im Zusammenhang der Arbeitsstelle entstehen seit dem Frühjahr 2016 wissenschaftliche Abschlussarbeiten am Institut. So widmen sich unter meiner Anleitung mehrere Studierende im Rahmen ihrer Bachelorarbeiten der Rekonstruktion der von Christa Wolf initiierten Pankower Ost-West-Gesprächsreihe, der Erschließung und Sicherung eines noch unbekannten Briefwechsels der Autorin mit dem westdeutschen Psychotherapeuten Hans Stoffels und den Kontakten Christa Wolfs zur Familie Czerczak in ihrer Geburtsstadt Gorzów Wielkopolski (ehemals Landsberg an der Warthe).

Doreen Mildner arbeitet sich als erste von mir betreute Doktorandin in den Forschungsgegenstand Privatbibliothek der Wolfs ein.

In Zusammenarbeit mit dem Kameramann Ralf Klingelhöfer (www.ralf-klingelhoefer.de) entsteht ein Dokumentarfilm mit Interviews Gerhard Wolfs, in dem dieser anhand von Beispielen die Geschichte der Bibliothek der Wolfs erläutert.

PD Dr. Birgit Dahlke

Weitere Informationen zur Forschungsstelle und Bilder der Privatbibliothek finden Sie hier >> Website der Humboldt-Universität.

birgit.dahlke@rz.hu-berlin.de
Humboldt-Universität Berlin
PD Dr. Birgit Dahlke
Philosophische Fakultät II
Institut für deutsche Literatur
Dorotheenstr. 24, 10099 Berlin
Tel.: 030 20939 646758 Raum 3.544

Leiterin der „Arbeits- und Forschungsstelle Privatbiblitothek Christa und Gerhard Wolf“ an der HU
Mitglied im Vorstand der Christa Wolf Gesellschaft e.V.